Medienberichten zufolge stecken demokratische Systeme seit jeher in der Krise. Weder über die Definition von Demokratie noch darüber, ab wann von einer Krise gesprochen werden kann, herrscht jedoch Konsens in Wissenschaft und Öffentlichkeit.

Beginnt die Krise eines demokratischen Systems bereits mit dem Rückgang der Wahlbeteiligung oder kann hier lediglich von “Abnutzungserscheinungen” gesprochen werden, wie Wolfgang Merkel, Direktor der Abteilung “Demokratie: Strukturen, Leistungsprofil und Herausforderungen” am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) meint?

Mit dem Professor für Politikwissenschaft sprechen wir im MONTAGSRADIO, Ausgabe 15/2012, über die Merkmale von Demokratie in nationalen und transnationalen Systemen, Dimensionen der Teilhabe im Zeitalter der Digitalisierung, den kontinuierlichen Rückgang der Wahlbeteiligung und die Herausforderung der anwachsenden sozialen Ungleichheit.

Und hier noch die Timeline zum Gespräch

1:29 Krise der Demokratie

3:33 Beginn der Krise bei Rückgang der Wahlbeteiligung

6:00 Definitionen von Demokratie – minimalistische und maximalistische

9:02 Hat die Krise der Demokratie Konjunktur?

13:00 Wie wichtig ist die konstituierende Öffentlichkeit?

17:02 Nimmt die Gesellschaft den Anstieg der sozialen Ungleichheit in Kauf?

19:35 Die Individualisierung der Gesellschaft verringert die Organisationslust

21:33 Was bringt eDemocracy?

24:00 Wie sieht eine Teilhabe aller Mitglieder einer Gesellschaft aus?

30:00 Demokratie transnational gedacht

34:00 Europa wird nicht so demokratisch organisiert sein wie Nationalstaaten

38:00 höhere Akzeptanz der EU durch mehr Bildung?

43:00 „Schrumpfversionen“ der Demokratie in Osteuropa?

47:00 Montagsradio Fragebogen